Was ist eine intelligent tracking prevention? 

Immer mehr Browser machen auf sich aufmerksam in dem sie so genannte 'Intelligent tracking preventions' (ITPs) standardmäßig verwenden. Als Vorreiter und Benchmark gilt hier Apple, die bereits im Jahr 2017 die erste Version ihrer ITP veröffentlicht haben. 

Die ITPs sollen verhindern, dass Nutzer über einen sehr langen Zeitraum hinweg von 3rd Party Tools wiedererkannt und für Werbezwecke angesprochen werden können. 

Die Erkennung als auch die Blockierung von Cookies beschränkt sich nicht mehr nur auf 3rd Party Cookies sondern auch auf 1st Party Cookies, die von 3rd Party Anbietern auf der jeweiligen Website gesetzt werden. 

Folgendes vereinfachtes Szenario soll die Funktionsweise erläutern, welche das Setzen von Third- als First-Party Cookies ermöglicht:

  1. Der Benutzer besucht mywebsite.com und die Tracking-Lösungen setzen First-Party Cookies auf der betreffenden Domain (mywebsite.com).
  2. Der Benutzer klickt auf eine Werbeanzeige und wird an die entsprechende AdServer-Domain (adServer.com) weitergeleitet (redirect Tracking). 
  3. Die AdServer-Plattform generiert nun ein First-Party Cookie auf der werbenden Domain (example.com) und ordnet es einem spezifischen Nutzer zu.
  4. Danach geschieht eine automatische Weiterleitung auf die Webseite des Werbetreibenden (mydomain.com).
  5. Der AdServer konnte somit ein First-Party Cookie auf example.com setzen und kann nun den Benutzer übers Internet verfolgen und ihm dadurch personalisierte Werbung ausspielen.

Um die Möglichkeiten der Nutzerwiedererkennung und -Ansprache durch Werbetreibende zu limitieren, löschen ITPs First- und Third-Party Cookies vor Ablauf ihres eigentlichen Verfallsdatums.
Apple beispielsweise löscht die Cookies von identifizierten Werbetreibenden nach einer Woche. 

Auswirkungen von ITPs

ITPs sind für die Attribution eine Herausforderungen, da sie durch das Löschen der Cookies potenziell noch laufende Customer Journeys stark verkürzen können, sodass die Sequenz-Analyse, welche für die multi-touch Attribution durchgeführt wird beeinflussen kann.  

Generell werden in den Web Analyse Lösungen wahrscheinlich mehr Nutzer als neue Nutzer erkannt, obwohl sie die Website bereits in den letzten 10 Tagen besucht hatten.
 

Woher weiss ich ob ITPs meinen Traffic stark betreffen? 

Nicht jedes Unternehmen ist gleich stark von den ITPs betroffen. Die folgenden Usecases helfen dabei zu analysieren, ob ITPs einen starken Effekt auf das Tracking haben könnten: 

  • Wie hoch ist das Volumen an Safari Seitenzugriffen?
  • Wie lange dauert die durchschnittlicher Customer Journey ? (Vom ersten Touchpoint bis zu einer Konversion).
  • Bei wie vielen Tagen liegt die Nutzer-Retention? (Wie viele Tage vergehen im Schnitt zwischen zwei Besuchen der Website)?

Was macht Adtriba um die Auswirkungen von ITPs zu mildern? 

Generell gehen wir nicht davon aus, dass Adtriba von ITPs stark betroffen sein wird. Ein 3rd Party Anbieter wird verstärkt von ITPs erkannt und geblockt je häufiger er 3rd und 1st Party Cookies auf unterschiedlichen Domains setzt.
Dies ist bei Adtriba im Vergleich zu weltweit agierenden großen Plattformen wie Facebook oder Google ein geringer Anteil. Des Weiteren beschränkt Adtriba den Einsatz von 3rd Party Cookies ausschließlich auf die Erfassung von Display Impressions.

Somit sind wir mehr als zuversichtlich, dass das Adtriba Customer Journey Tracking keinem starken Einfluss von ITPs unterliegt.

Nichts desto trotz investiert Adtriba vor allem in die Modellierung von aggregierten Daten im Rahmen des Unified Marketing Measurements und dem Social View Modelling, um die Attribution immer weniger von nutzer und cookiebasierten Daten abhängig zu machen. 

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